Die Freiheit des Panoramas

Ein schöner Freitag im Mai und wir sitzen beim Inder im Belgischen Viertel. Die Unterhaltung kommt auf die so genannte Panoramafreiheit beim Fotografieren. Am Tisch sitzen unter anderem der Fotograf Frank und sein zehnjähriger Sohn. Frank kommt auf die skurrile Rechtslage zu sprechen, nach der man den Kölner Dom zwar vom Boden aus, nicht aber aus der Luft fotografieren darf, ohne vorher eine Genehmigung einzuholen. Die Panoramafreiheit beschränkt sich nämlich offenbar auf Aufnahmen auf „Passantenniveau“ – das Synonym „Straßenbildfreiheit“ ist da noch anschaulicher. Nachdem wir das Restaurant verlassen haben, zeigt Frank schwärmerisch auf die Quellwolken am Himmel. Sagt sein Sohn: „Von wem muss man sich denn eine Genehmigung einholen, um die zu fotografieren?“

Christian Schmid I Texter in Köln und weltweit I 0221 – 97 61 25 03

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