Walt Disney gegen die Angst vorm leeren weißen Blatt

Die Angst vor dem leeren Blatt Papier! Kennen wir fast alle. Wie bringe ich also den Ball ins Rollen? Die so genannte Disney-Strategie eignet sich hervorragend. In diesem kleinen Aufsatz möchte ich die NLP-Technik vorstellen.

Texten mit NLP: Brainstormen wie Walt Disney

Zu Beginn bestimme ich einen Raum, in dem der Träumer träumt. Hier ist Brainstormen erlaubt. Mehr als erlaubt. Dieser Raum ist der FKK-Strand der Gedanken. An seiner Tür hängt ein Schild: „Realisten sind Langweiler und Kritiker gescheiterte Künstler!“ Hier sammle ich gnadenlos Ideen für meine Texte. ALLES ist erlaubt, ALLES ist möglich. Mehr noch, je bescheuerter die Ideen klingen, desto willkommener sind sie. In diesem Raum gilt: nur langweilen ist verboten! Eine gute Methode in Stimmung zu kommen sind körperliche Entspannungsübungen. Wir wollen an das Unbewusste, „transderivationale Suchen“ sind Sekretäre, die für uns im Archiv wühlen.

Der nächste Raum gehört dem Realisten. Hier soll das Umsetzungspotential ausgelotet werden. Wer mag, kann sich auch einen Berater (Mentor) vorstellen. Wie bei der Mentortechnik ist es gut, sich eine emotional signifikante Person vorzustellen, die Dich berät. Ich stelle mir gerne einen hartgesottenen Geschäftsmann vor, der schon viel von der Welt gesehen hat und mit seinen Geschäftsideen Erfolge gefeiert und Bauchlandungen verkraftet hat. Natürlich kann auch eine Figur aus der Literatur oder eine Person aus dem öffentlichen Leben heran gezogen werden.

Der dritte Raum ist nüchtern. Vielleicht auch schon von der Einrichtung her. Hier regiert der Kritiker. Er kennt kein Pardon, geilt sich regelrecht an Einwänden auf. Hier kannst Du wieder die Sau rauslassen. Um mit Freud zu sprechen: Zapfe Dein Über-Ich an. Viele von uns kennen die Totschlag-Argumente der so genannten Vernunft: „Das klingt gut, ist aber nicht umsetzbar.“ In dieser Rolle suchen wir die Wimper in der Suppe.

Dann geht es wieder in den ersten Raum. Jetzt kann sich der Träumer richtig ins Zeug legen. Ruhig trotzig sein. Ich denke gerne an eine Anekdote, die man sich über Al Pacino erzählt. Angeblich musste der neun Mal vorsprechen, bevor die Jury des Actor’s Studio ihn für geeignet hielt, dort aufgenommen zu werden. Oder an Ingvar Kamprad, den Gründer von Ikea, und wie ihn die „Experten“ (Kritiker) auslachten, als er mit seiner Schraub-dir-deinen-Schrank-doch-einfach-selber-zusammen-Idee anfing. „Kein Mensch hat Lust, seine Möbel selber zusammen zu bauen“ versprach man ihm gönnerhaft.

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