Werbetexte: 7 Dinge, die man seinen Texten NICHT antun muss

Um die eigenen Werbetexte für Webauftritte, Broschüren, Briefe etc. attraktiver zu machen, kann man einiges anstellen. Hier ist eine Checkliste von sieben typischen Fehlern, die man vermeiden sollte, wenn man Werbetexte selber schreibt. Die Checkliste kann man sich zum Beispiel auf den Schreibtisch legen, um sie beim Schreiben immer griffbereit zu haben. So kann man oft mit wenigen „Maßnahmen“ den Stil verbessern, bevor man die Werbetexte in Druck gibt. Hier nun also sieben Dinge, die wir dem armen Werbetext nicht antun müssen:

  1. Ellenlange Sätze formulieren. 20 und mehr Wörter sind ab und an nicht zu vermeiden, sollten aber die Ausnahme sein. Kurze Sätze sind freundlicher und bringen mehr Klarheit ins Denken.
  2. Mit der Annahme schreiben, dass jeder Leser ein Experte ist. Wer verständlich schreiben möchte, schreibt schlichte Sätze. So wie Hemingway.
  3. Auf Teufel komm raus Synonyme benutzen. Es gibt kein Gesetz, das verbietet, dasselbe Wort im Text mehrfach zu benutzen. Aus einem Lehrer muss im Laufe des Texts nicht zwingend ein Pauker oder Pädagoge werden.
  4. In Sprachklischees verliebt sein. Wir alle haben den Silberstreifen am Horizont und das Licht am Ende des Tunnels so oft gesehen, dass wir schon fast blind davon geworden sind.
  5. Adjektive stapeln. Die laue Sommernacht muss nicht auch noch verheißungsvoll werden. Manchmal muss sie nicht einmal lau sein. Adjektive sollte man zählen wie Kalorien beim Abnehmen.
  6. Anglizismen streuen. Manchmal ist ein englischer Begriff treffender, keine Frage. Aber hoch dosiert ist das so kosmopolitisch wie Privatfernsehen informativ ist.
  7. Zum Lachen in den Weinkeller gehen. Seriös ist nicht gleich humorbefreit. Lachen hält auch Texte jung.

Werbetexte für alle, die mehr Geschäftserfolg wollen

Wenn Du Lust hast, noch tiefer in das Thema „Werbetexte“ einzusteigen, könnte ein Textcoaching das Richtige für dich sein. Als freiberuflicher Werbetexter kann ich dir da gut weiterhelfen. Wenn Du dich dafür interessierst, wie Du deine Werbetexte mit NLP auch noch psychologisch und neurologisch aufwerten kannst, schaue doch mal hier.

Als Werbetexter in Köln unterwegs: Kinder, Kinder

An Nachwuchs scheint es uns Kreativen nicht zu mangeln. Wenn Kinder den Mund voll nehmen, zücke ich als Werbetexter natürlich gerne das Notizbuch. Man sollte die Konkurrenz ja immer im Auge behalten. Hier einige Kostproben:

“Warum ist Hochzeiten so viel Arbeit?”
“Warum essen die Japaner so gerne Uschi?”
“Ich hab’ keinen Hunger, darf ich trotzdem mit der S-Bahn fahren?”
„Wir haben Hochhaus verloren!“

Während einer Schachpartie: „So, die beiden Damen gehen jetzt mal shoppen!“

7 Tipps jetzt auch als Hörspiel

Der folgende Beitrag schwebt jetzt auch in der Soundcloud:

Lies mir die 7 Tipps vor!

7 Tipps gegen die Angst vorm leeren weißen Blatt:

  1. Nimm ein farbiges Blatt Papier.
  2. Um in Schwung zu kommen, schreibe einfach auf, was Du in den nächsten Tagen alles erledigen muss.
  3. Notiere Stichwörter, nicht vollständige Sätze.
  4. Schau dich um, was andere bereits zu dem Thema geschrieben haben.
  5. Mache mit deinem leeren weißen (oder bunten) Blatt einen Spaziergang.
  6. Setze dich „künstlich“ unter Druck: Abgabetermin ist in zwei Stunden!
  7. Sieh es mal wie Erich Kästner: „Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie.“

Die antiautoritäre Erziehung und der Joghurt

Diese Anekdote habe ich neulich auf einer Feier gehört. Der Postbote hatte sie am Vortag dem Gastgeber erzählt…

An der Kasse eines Aldi-Markts stehen eine Frau mittleren Alters, eine Mutter mit ihrem fünfjährigen Sohn und ein Mann mit grauen Haaren. Nachdem der Junge der Frau vor ihm wiederholt in die Hacken gefahren ist, dreht die sich um.

„Können sie ihrem Sohn bitte sagen, er soll das lassen!“
„Das kann ich leider nicht. Mein Sohn wird antiautoritär erzogen.“

Die Frau beugt sich zu ihrem Einkaufswagen runter und nimmt einen Joghurt heraus. Sie öffnet den Joghurtbecher, dreht sich um und schüttet der Mutter den Inhalt ins Gesicht. Endlich mischt sich der Pensionär ein. Er schaut zur Kassiererin und sagt nonchalant:

„Der Joghurt geht auf mich!“

Neulich in der Buchhandlung

Kürzlich hat mich eine Bekannte gefragt, wie es um den Wahrheitsgehalt meiner „Blog-Anekdoten“ steht. Alles O-Ton, alles O-Ton.

Also: Neulich in der Buchhandlung. Ich erkundige mich bei der Fachverkäuferin nach einer Sigmund-Freud-Actionfigur (die gibt es übrigens wirklich). Darauf die Buchhändlerin:

„Da fragen sie am besten mal bei der Mayerschen, die haben einen größeren Non-Book-Bereich!“

Auf dem Weg zur Konkurrenz versuche ich den letzten Satzteil zu enträtseln. Da war die Verneinung. Was ist ein Nicht-Buch? Eine Art Schwarzes Loch? Gibt es demnächst eine Spiegel-Bestsellerliste für Nicht-Bücher? Belletristik, Sachbücher und Nicht-Bücher. Und warum Book anstatt Buch? Die gleiche Anzahl von Buchstaben, ähnlicher Klang. Hat mich die Dame für einen US-amerikanischen Touristen gehalten? Habe ich wieder mal eine Duden-Reform verpennt?

Jedenfalls wurde ich bei der Mayerschen auch nicht fündig. Dabei hätte ich den analytischen Rat von Sigmund gerade gut gebrauchen können.

Search Stories

23 Versuche waren es bestimmt, die immer mit der gleichen Fehlermeldung quittiert wurden. Dann die Geschichte einmal auf Englisch geschrieben und prompt funktioniert es. Wer seine Search Story also noch vor dem Spiel am Samstag schreiben möchte, dem lege ich ans Herz, es gleich in englischer Sprache zu versuchen.

Als Gimmick für den eigenen Webauftritt sind die YouTube Search Stories auf jeden Fall brauchbar, finde ich.

Die fliehende Zeit

Neulich am Hauptbahnhof. Ein Kind steht mit seinem Vater in der Wartehalle. Die beiden schauen angestrengt auf die  Bahnhofsuhr (die übrigens auffällig old school ist).

Vater: “ Und wenn der große Zeiger auf 12 steht und der kleine auf 9, dann kommt der Zug von der Mama an.“
Kind: „Aber warum wartet der große Zeiger nicht auf den kleinen Zeiger? Haben die sich gestritten?“