Als Texter in Köln unterwegs: Der Spagat des Texters

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Bei der Aufbereitung von Informationen steht man als Autor zwischen den Fronten. Es gilt oft, einen Spagat hinzulegen. Der eine Fuß berührt die „benutzerfreundliche Informationsarchitektur“ und der andere den „Unterhaltungswert“. Und dieser speist sich mitunter aus einem Überraschungseffekt, bei dem Konventionen ignoriert werden. Dieselben Konventionen, die zum Beispiel das Menü einer Website benutzerfreundlich machen.

PS: Eigentlich habe ich diesen Beitrag nur geschrieben, weil ich mich so über meine neue Kamera freue (mit der ich auch dieses Foto geschossen habe).

Neulich in der Buchhandlung

Kürzlich hat mich eine Bekannte gefragt, wie es um den Wahrheitsgehalt meiner „Blog-Anekdoten“ steht. Alles O-Ton, alles O-Ton.

Also: Neulich in der Buchhandlung. Ich erkundige mich bei der Fachverkäuferin nach einer Sigmund-Freud-Actionfigur (die gibt es übrigens wirklich). Darauf die Buchhändlerin:

„Da fragen sie am besten mal bei der Mayerschen, die haben einen größeren Non-Book-Bereich!“

Auf dem Weg zur Konkurrenz versuche ich den letzten Satzteil zu enträtseln. Da war die Verneinung. Was ist ein Nicht-Buch? Eine Art Schwarzes Loch? Gibt es demnächst eine Spiegel-Bestsellerliste für Nicht-Bücher? Belletristik, Sachbücher und Nicht-Bücher. Und warum Book anstatt Buch? Die gleiche Anzahl von Buchstaben, ähnlicher Klang. Hat mich die Dame für einen US-amerikanischen Touristen gehalten? Habe ich wieder mal eine Duden-Reform verpennt?

Jedenfalls wurde ich bei der Mayerschen auch nicht fündig. Dabei hätte ich den analytischen Rat von Sigmund gerade gut gebrauchen können.