Neulich in der Buchhandlung

Kürzlich hat mich eine Bekannte gefragt, wie es um den Wahrheitsgehalt meiner „Blog-Anekdoten“ steht. Alles O-Ton, alles O-Ton.

Also: Neulich in der Buchhandlung. Ich erkundige mich bei der Fachverkäuferin nach einer Sigmund-Freud-Actionfigur (die gibt es übrigens wirklich). Darauf die Buchhändlerin:

„Da fragen sie am besten mal bei der Mayerschen, die haben einen größeren Non-Book-Bereich!“

Auf dem Weg zur Konkurrenz versuche ich den letzten Satzteil zu enträtseln. Da war die Verneinung. Was ist ein Nicht-Buch? Eine Art Schwarzes Loch? Gibt es demnächst eine Spiegel-Bestsellerliste für Nicht-Bücher? Belletristik, Sachbücher und Nicht-Bücher. Und warum Book anstatt Buch? Die gleiche Anzahl von Buchstaben, ähnlicher Klang. Hat mich die Dame für einen US-amerikanischen Touristen gehalten? Habe ich wieder mal eine Duden-Reform verpennt?

Jedenfalls wurde ich bei der Mayerschen auch nicht fündig. Dabei hätte ich den analytischen Rat von Sigmund gerade gut gebrauchen können.

Winnetou oder Robin Hood?

Autoren und andere Sinnsucher sollten sich häufiger auf Spielplätzen aufhalten. Ich gebe zu, dass erst der eigene Nachwuchs einem Mann die Lizenz zur Regression gibt. Als Vater ist es völlig legitim und überhaupt nicht kauzig, stundenlang auf Spielplätzen abzuhängen.

Heute möchte ich drei Zitate anführen, die erkennen lassen, wie sehr der Aufenthalt auf einem Spielplatz aber auch an einen Aufenthalt in einem Zen-Kloster erinnern kann:

„Wer kann besser Bogenschießen: Winnetou oder Robin Hood?“

„Wer ist stärker: zwei Füchse oder ein Wolf?“

„Was ist mehr: Dankeschön oder danke sehr?“