Mit dem Monkey Mind zu mehr Ideen

Manchmal kann man nicht ausmachen, wo die eigenen Ideen herkommen. Sie fliegen einem einfach „in den Kopf“. Es passiert bei der Massage, während einer Zugfahrt, kurz vorm Einschlafen. Jeder kennt wahrscheinlich typische Situationen, in denen die kreativen Säfte fließen.

Was aber können wir anstellen, um auf Knopfdruck kreativ zu sein? Wie kann ich mit Vorsatz auf neue Ideen kommen? In diesem Beitrag soll es genau darum gehen.

Ich glaube felsenfest daran, dass Ideen neue Ideen befruchten. Kreativität ist ansteckend wie gute Laune oder ein Virus.

Vielleicht kennst Du diese Situation: Ein entspannter Abend mit Freunden, ein paar Drinks, jemand kommt mit einer Geschäftsidee um die Ecke und schon wird das große Rad gedreht. Die Ideen sprudeln, man kommt kaum zu Wort.

Geht so ein Brainstorming auch, wenn ich solo bin? Wie kann ich den viralen Effekt der Kreativität für mich nutzen?

Ganz wichtig ist dabei die innere Einstellung: Gefragt ist eine freundliche, dankbare Haltung gegenüber den eigenen Ideen. Das klingt esoterisch, vielleicht auch etwas banal, ist aber wirklich zentral. Sobald mein „Nervensystem“ in eine kritische, abwehrende Haltung geht, blockiere ich mich selber für den Ideenfluss.

Folgen wir meiner Arbeitshypothese, dass Ideen neue Ideen produzieren, sollten wir uns in Situationen begeben, die ideenreich sind.

Wir wäre es zum Beispiel mit einem Besuch in einem Museum für zeitgenössische Kunst, der Lektüre der Autobiografie von Richard Branson oder einer halben Stunde Shark Tank schauen?

Sobald wir spüren, dass uns eigene Ideen kommen, gilt es, alle Einfälle zu notieren. Ohne Erbarmen. Ohne Wenn und Aber. Das ist vielleicht die einzige „Technik“, die ich als universell ansehe.

Wenn Du nichts anderes aus diesem Artikel ziehst, dann ist es dies: Schreibe dir JEDE Idee SOFORT auf. Nicht „gleich, wenn ich zu Hause bin“ oder „nachher im Büro“. Das verbraucht nur unnötig Speicherplatz im Gehirn.

Ein anderer Weg, mehr Einfälle zu generieren, ist Tiefenentspannung. Tiefenentspannung können wir durch Autogenes Training, Yoga, Atemtechniken, ein Schaumbad oder auch Ausdauersport erlangen. Im Grunde ist es egal, wie wir in diesen Zustand gelangen.

Ich mag es zum Beispiel, mich auf dem Boden oder Sofa hinzulegen und für zehn Minuten nach und nach den Körper zu entspannen. Hierzu gibt es viele verschiedene Techniken und ihr könnt schöne Anleitungen dazu auf YouTube finden.

Wir können die Entspannungsphase instrumentalisieren, indem wir uns vorher einen Auftrag erteilen. Eine Frage könnte beispielsweise sein: „Wie kann ich mehr Ideen produzieren?“ Unser Unterbewusstsein wird sich im entspannten Zustand auf die Suche nach Antworten machen.

Aus der Meditation kennen vielleicht einige den Begriff „Monkey Mind“. Wenn wir wie oben beschrieben vorgehen, machen wir uns diese wilde mentale Energie zunutze. Wir geben dem Äffchen einen Auftrag und er springt von Ast zu Ast – nun begeben wir uns in die Beobachterposition und schauen, ob etwas Brauchbares dabei ist.

Auch bei dieser Methode ist es natürlich ratsam, Notizbuch und Stift griffbereit zu haben. Denn wie wir es aus Träumen kennen, verblassen die Erinnerungen sehr schnell.

Noch mehr Inspiration zu diesem Thema findet ihr auf dem Nein2Five-Podcast.

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