Texten mit NLP: Metaphern einfangen!

Texten mit NLP: Metaphern jagen wie Indiana Jones

Die gute Nachricht ist: Texten mit NLP ist möglich und nicht so kompliziert, wie es sich vielleicht anhört. Nehmen wir zum Beispiel die Metapher. Sie ist das wahrscheinlich älteste rhetorische Mittel und ein Spielplatz für das Unbewusste – hm, offensichtlich kann man eine Metapher mit einer Metapher erklären. Eine großartige Metapher ist ein Abenteuerspielplatz für das Unbewusste. Sie vermittelt ihre Botschaft oder Botschaften indirekt und menschenfreundlich. Leser haben viel Interpretationsspielraum und fühlen sich respektiert, weil sie sich ihre eigenen Gedanken machen können. Eine Metapher ist nur ein Angebot an das Gehirn unserer Leser, locker, verlockend. Metaphern können komplexe Dinge transportieren, ohne den Empfänger zu überfordern, zu belehren oder zu langweilen.

Aber: Wie entwickele ich eine Metapher? Manchmal kommen einem die Bilder wie von selbst, manchmal müssen wir nachhelfen. Hier ist eine Technik, die ich als Werbetexter gerne benutze. VAKOG ist übrigens ein Akronym aus dem NLP. Es steht für die fünf Sinneskanäle, über die wir als Menschen Informationen empfangen. Mehr dazu hier.

Metaphern einfangen mit VAKOG

Nehmen wir an, Du möchtest den Wert „Nachhaltigkeit“ auf deiner Website in den Vordergrund rücken. Dafür möchtest Du gerne eine Metapher finden. Hier ist eine Technik, die dir beim Texten mit NLP vielleicht auf die Sprünge hilft. Welches Adjektiv fällt dir spontan zu „Nachhaltigkeit“ ein? Zur Anschauung wähle ich das Adjektiv „bodenständig“. Dieses Adjektiv klopfe ich nun nach VAKOG ab. Was sehe ich, wenn ich an „bodenständig“ denke: „Ich sehe einen Bauern mit schweren Stiefeln auf einem umgepflügten Feld.“ Was höre ich bei dem Wort „bodenständig“: „Ich höre schwere, gleichmäßige Schritte auf Waldboden.“ Was fühle ich bei dem Wort „bodenständig“: „Feuchter Lehm zwischen meinen Händen.“ Was rieche ich: „Saftiges Moos, ein frisch geerntetes Roggenfeld.“ Und was schmecke ich: „Roter Landwein, wie ich ihn mal in Avignon getrunken habe.“ Dieses Spiel kann ich mit weiteren Adjektiven treiben. Vielleicht findest Du deine Metapher so ganz nebenbei…

Texten mit NLP für Anfänger und Profis

Kommunikation ist Chefsache

Mehr dazu, wie Texten mit NLP funktioniert, findest Du in dem eBook: Leserfang Produktiver schreiben und fesselnder formulieren mit Methoden aus dem NLP und der Hypnose

 

 

Texten mit NLP im Podcast

Texten mit NLP: Geht das überhaupt?

Wenn Du ein Sprach-Nerd bist, wirst Du NLP lieben. Das L in NLP steht für Linguistisch und der Buchstabe steht nicht umsonst im Mittelpunkt der Abkürzung. Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel für eine NLP-Zeitschrift geschrieben („Jetzt Erfolgreich!“), der nun auch in einer Sprachversion, als Podcast, erhältlich ist. Die Frage war: Kann ich Neuro-Linguistisches Programmieren auch beim Schreiben gebrauchen? Wie erfolgreich es Menschen in Therapien, im Vertrieb und in der Werbung einsetzen, ist vielen bekannt. Die Anwendung beim Texten ist aber noch Neuland. Hör doch mal rein!

PS: Wenn Du gleich zu meinem Beitrag springen möchtest, gehe zu Minute 9.20

NLP in der Werbung

Vom Schreiben mit NLP: Hypnotische Sprachmuster

Milton Erickson ist ein weltbekannter Psychiater und Hypnotherapeut. Sein indirekter Einfluss auf das NLP ist enorm, viele Sprachmuster gehen auf ihn zurück. An dieser Stelle möchte ich zeigen, wie wir Trance-Induktionen auch beim Schreiben verwenden können. Beim so genannten Milton-Modell gebrauchen wir eine Sprache, die bewusst vage bleibt.

Innere Suchprozesse als sprachmagischer Trick

Dies machen wir mit der Absicht, beim Leser tief ins Unbewusste zu zielen. Wenn unser Text es vermag, „transderivationale Suchen“ (innere Suchprozesse) auszulösen: Bravo! Ist die kritische Instanz abgelenkt, erreichen wir beim Leser das Tiefenbewusstsein und haben eher eine Chance, mit unseren Ideen gehört zu werden. Hintergrund ist übrigens, dass transderivationale Suchen eine leichte Trance induzieren, in der die Suggestibilität erhöht ist. Wir sind in einer Trance eher bereit, Vorschläge (Suggestionen) anzunehmen und umzusetzen.

Ein Beispiel aus der Werbung

„Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.“ Schauen wir uns diesen Slogan eines Geldinstituts doch einmal aus sprachmagischer Sicht an. Lies dir den Satz nochmal langsam laut vor. Vielleicht erwischst Du dich dabei, wie Du überlegst: „Ja, verdammt, was treibt mich eigentlich an?“ Die transderivationale Suche beginnt! Irgendetwas wirst Du sicherlich finden und nun verknüpft dein Tiefenbewusstsein dieses Ding (das dich antreibt) mit dem Geldinstitut. Natürlich klappt das nicht immer und nicht bei jedem, aber die Chancen stehen nicht schlecht.

Möchtest Du mehr darüber erfahren, wie Du NLP beim Schreiben gebrauchen kannst? Hier klicken!

 

No more Bullshit-Bingo: Einfach ist gut

Auszug aus dem Buch „Leserfang – Produktiver schreiben und fesselnder formulieren mit Methoden aus dem NLP und der Hypnose“

Ich denke, dass wir das Detailwissen unserer Leser oft überschätzen und nicht schlecht beraten sind, ihnen Dinge ganz einfach zu erklären – so als wären sie sieben Jahre alt. Ich weiß, dass dies so gar nicht unseren gesellschaftlichen Konventionen entspricht: Wir lernen in unserer Gesellschaft früh, dass komplizierte Insider-Sprache ein Indiz für hohen Status ist. Professoren, Mediziner, Werbeagenturen und Unternehmensberater drücken uns mit ihrem unverständlichen Jargon in den Niedrigstatus. Wir sind die Doofen, wenn wir ihre Codes nicht dechiffrieren können. Wer genau hinhört, merkt bald, dass hier mitunter Bullshit-Bingo gespielt wird: Die immer gleichen Fremdwörter und Anglizismen tauchen auf, egal, wie der Kontext ist und ob es auch eine allgemeinverständliche deutsches Wort dafür gibt. Was transportiert USP (ausgeschrieben: Unique Selling Proposition) anderes als Alleinstellungsmerkmal? Nichts, es gibt keinen Bedeutungsunterschied, es ist 1:1 übersetzbar.

Zum Glück wachen immer mehr Menschen auf und drehen den Spieß um: Wenn du es mir nicht mit einfachen Worten erklären kannst, dann bist du doch nur ein Blender. So denken immer mehr Menschen, vor allem, wenn es um die eigene Gesundheit oder das eigene Unternehmen geht. So bitten sie ihren Arzt, Diagnose und Therapie ohne lateinische oder altgriechische Vokabeln zu erklären. Oder den angeheuerten Unternehmensberater oder Werbeagenten, die Konzepte ohne Fachchinesisch zu präsentieren. Für uns bedeutet das: Die Darstellung der eigenen Dienstleistung sollte so allgemeinverständlich wie möglich sein. Die Kunst besteht nämlich darin, komplexe Dinge einfach darzustellen – nicht umgekehrt.

Mehr gibt es hier!

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Neues Kindle-Buch im Anflug: Leserfang

Ein Schreibratgeber für den NLP-Freund

Therapeuten, Magier und Sonnyboys benutzen diese Methoden jeden Tag. In einem Affentempo schaffen sie Rapport, steuern unsere Aufmerksamkeit, arbeiten mit Metaphern und hypnotischen Sprachmustern.

Aber kann NLP auch beim Schreiben und Texten eingesetzt werden? Als Werbetexter mit NLP-Erfahrung sage und schreibe ich: JA! In meinem neuen Buch Leserfang zeige ich allen NLP-Interessierten, wie die Formate sich auf den Schreibprozess übertragen lassen.

Produktiver und fesselnder schreiben mit NLP und Hypnose

Leserfang gibt überraschende Antworten auf die folgenden Fragen:

  • Wie baue ich Rapport auf, ohne dem Leser gegenüber zu sitzen?
  • Wie schreibe ich anders, damit ich auch den visuellen Kanal (VAKOG) bediene?
  • Wie nutze ich die Trance-Induktionen von Milton Erickson, um meine Argumente geschickter vorzutragen?
  • Wie überwinde ich Ideenlosigkeit?
  • Wie entwickele ich Metaphern, die magisch sind?

Das Buch wird ab Juni 2015 im Kindle-Shop von amazon erhältlich sein.

NLP könnte ein Re-Branding gebrauchen

Wie es wohl wäre, wenn NLP einen anderen Namen hätte

Ich wünschte manchmal, NLP hätte einen anderen Namen. Methodenkoffer für bessere Kommunikation oder Neuro-Linguistische Methoden vielleicht. Ein fantastischer Name wie zum Beispiel Neolingua würde wahrscheinlich auch schon helfen, weniger Stirnrunzeln zu erzeugen.

Fast immer wenn ich erzähle, dass ich an einem Buch über Schreiben mit NLP arbeite, sehe ich dieses Stirnrunzeln, die hochgezogenen Augenbrauen, das hintergründige Lächeln. Und dann fühle ich mich immer motiviert, Dinge klarzustellen, meine Haltung zum NLP zu argumentieren. Zu erzählen, wie viel ich mir als Werbetexter abgeguckt habe bei den Formaten des NLP.

Aber der Name scheint einfach abzuschrecken. Natürlich nicht alle Menschen, natürlich nicht immer. Trotzdem wünsche ich mir manchmal ein Re-Branding, dann wäre es viel einfacher, dieses Gespräch zu führen. Dann könnte man viel schneller zur Sache kommen; feststellen, dass NLP für Autoren, Texter und Journalisten ein großartiger Werkzeugkoffer ist, den man ethisch einwandfrei zum „Reparieren“ von wirkungsschwachen Texten benutzen kann.

Bis es zu einer Umbenennung kommt, kann ich mir nur damit behelfen, so zu tun, als ob es so wäre (übrigens auch eine NLP-Methode).

Fachartikel „Texten mit NLP“ veröffentlicht

Ich freue mich auf den Abdruck meines Artikels „Texten mit NLP“ in der NLP-Fachzeitschrift „JETZT ERFOLGREICH!“. Untersucht werden die Chancen, Texte mit NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) aufzuwerten. Die Anregungen und Anwendungsbeispiele beziehen sich sowohl auf Werbetexte als auch auf Webtexte. Wer Lust hat, den vollständigen Artikel Texten mit NLP zu sehen, klicke bitte auf den vorstehenden Link.

Walt Disney gegen die Angst vorm leeren weißen Blatt

Die Angst vor dem leeren Blatt Papier! Kennen wir fast alle. Wie bringe ich also den Ball ins Rollen? Die so genannte Disney-Strategie eignet sich hervorragend. In diesem kleinen Aufsatz möchte ich die NLP-Technik vorstellen.

Texten mit NLP: Brainstormen wie Walt Disney

Zu Beginn bestimme ich einen Raum, in dem der Träumer träumt. Hier ist Brainstormen erlaubt. Mehr als erlaubt. Dieser Raum ist der FKK-Strand der Gedanken. An seiner Tür hängt ein Schild: „Realisten sind Langweiler und Kritiker gescheiterte Künstler!“ Hier sammle ich gnadenlos Ideen für meine Texte. ALLES ist erlaubt, ALLES ist möglich. Mehr noch, je bescheuerter die Ideen klingen, desto willkommener sind sie. In diesem Raum gilt: nur langweilen ist verboten! Eine gute Methode in Stimmung zu kommen sind körperliche Entspannungsübungen. Wir wollen an das Unbewusste, „transderivationale Suchen“ sind Sekretäre, die für uns im Archiv wühlen.

Der nächste Raum gehört dem Realisten. Hier soll das Umsetzungspotential ausgelotet werden. Wer mag, kann sich auch einen Berater (Mentor) vorstellen. Wie bei der Mentortechnik ist es gut, sich eine emotional signifikante Person vorzustellen, die Dich berät. Ich stelle mir gerne einen hartgesottenen Geschäftsmann vor, der schon viel von der Welt gesehen hat und mit seinen Geschäftsideen Erfolge gefeiert und Bauchlandungen verkraftet hat. Natürlich kann auch eine Figur aus der Literatur oder eine Person aus dem öffentlichen Leben heran gezogen werden.

Der dritte Raum ist nüchtern. Vielleicht auch schon von der Einrichtung her. Hier regiert der Kritiker. Er kennt kein Pardon, geilt sich regelrecht an Einwänden auf. Hier kannst Du wieder die Sau rauslassen. Um mit Freud zu sprechen: Zapfe Dein Über-Ich an. Viele von uns kennen die Totschlag-Argumente der so genannten Vernunft: „Das klingt gut, ist aber nicht umsetzbar.“ In dieser Rolle suchen wir die Wimper in der Suppe.

Dann geht es wieder in den ersten Raum. Jetzt kann sich der Träumer richtig ins Zeug legen. Ruhig trotzig sein. Ich denke gerne an eine Anekdote, die man sich über Al Pacino erzählt. Angeblich musste der neun Mal vorsprechen, bevor die Jury des Actor’s Studio ihn für geeignet hielt, dort aufgenommen zu werden. Oder an Ingvar Kamprad, den Gründer von Ikea, und wie ihn die „Experten“ (Kritiker) auslachten, als er mit seiner Schraub-dir-deinen-Schrank-doch-einfach-selber-zusammen-Idee anfing. „Kein Mensch hat Lust, seine Möbel selber zusammen zu bauen“ versprach man ihm gönnerhaft.