„Startup! 33 Guerilla Geschäftsideen“: Wieso, weshalb, warum?

Gute Geschäftsideen kommen oft beim KaffeeDie drei häufigsten Fragen zu „Startup! 33 Guerilla Geschäftsideen“: 

  1. Kann ich diese Geschäftsideen einfach so nutzen? Ja, sie sind mit der Veröffentlichung frei verwendbar.
  2. Warum hast du diese Geschäftsideen nicht selber umgesetzt? Bei manchen fehlen mir die Skills, bei anderen das Team und bei wieder anderen die „richtige Persönlichkeit.“
  3. Warum nennst du sie Guerilla Geschäftsideen? Weil sie in der Regel dem Grundmotto „Konzept schlägt Kapital“ folgen. Viele erfordern überhaupt kein Startkapital.

 

Stellst du in dem Buch „Startup! 33 Guerilla Geschäftsideen“ 33 erfolgreiche Geschäftsmodelle vor oder sind es Geschäftsideen, die noch nicht umgesetzt worden sind?

Die 33 Geschäftsideen sind NOCH nicht umgesetzt worden, bisher existierten sie nur in meinem Kopf bzw. auf meinem Rechner. NEIN, dieses Buch ist keine Analyse von erfolgreichen Startups oder eine Vorstellung subversiver Entrepreneure.

Sind diese Geschäftsideen nicht vom Urheberrecht geschützt?

Nein, mit der Veröffentlichung am 09.09.2017 sind diese Geschäftsideen und auch die Namen für die jeweiligen Produkte und Unternehmen frei verwendbar. Einzig die Texte im Buch unterliegen – wie immer – dem Urheberrecht. Sie dürfen also nur nach ausdrücklicher Genehmigung ganz oder teilweise veröffentlicht werden.

Was bringt mir denn eine gute Geschäftsidee überhaupt? 

Eine gute Geschäftsidee ist kein Garant für Wohlstand, aber im besten Fall der erste, wichtige Schritt zu finanzieller Unabhängigkeit. Es gibt vor allem keinen schnelleren Weg zu  finanzieller Freiheit, als das Gründen eines eigenen Unternehmens.

Sind die vorgestellten Geschäftsideen „ready to eat“?

Die Konzepte sind skizziert, es gibt Eckpunkte und einen Plot. Aber es muss auch noch Arbeit in die Ausgestaltung gesteckt werden. Wenn dich eine Idee fesselt und Du dich selbständig machen möchtest, solltest Du irgendwann anfangen, diese weiterzuspinnen. Dazu gehört wahrscheinlich Recherche, eine Marktanalyse, Überlegungen zu den Finanzen etc.

Woher kommen diese Geschäftsideen? Sind die alle auf deinen Mist gewachsen?

Bis auf eine Idee („Sound of the City“) sind tatsächlich alle auf meinen eigenen Mist gewachsen. In meiner Arbeit als freier Texter und Kommunikationsberater darf ich oft hinter die Kulissen schauen. Ich komme im Alltag mit vielen verschiedenen Unternehmen, Startups, Gründern und Kreativen zusammen. Neue Ideen zu finden, zu entwickeln und zu bewerten ist wesentlicher Teil meiner Arbeit. Irgendwann habe ich angefangen, diese Ideen systematischer zu notieren. In diesem ständig wachsenden Ideenpool waren auch immer wieder Geschäftsideen. Gründen hat mich immer schon interessiert und ich probiere selber laufend Geschäftsideen nebenher – als Side Business – aus. Ehrlich gesagt sind viele Einfälle schon am nächsten Tag nicht mehr so prickelnd; diese landen dann im Mülleimer. Der Weg zu guten Ideen ist gepflastert mit schlechten Ideen! Einige bleiben also haften, halten auch einem nüchternen Blick, mit etwas zeitlichem und emotionalem Abstand, stand. Diese habe ich dann im Laufe eines Jahres ausformuliert und bearbeitet. Das Resultat ist die vorliegende Sammlung von 33 Guerilla Geschäftsideen.

Was ist denn genau Guerilla an diesen 33 Geschäftsideen?

Ich lehne mich mit diesem Begriff, genau so wie bei unserem letzten Buch „Guerilla SEO“,

an das Guerilla Marketing an. Das Grundkonzept, zumindest bei den meisten der 33 Geschäftsideen: Mit minimalem finanziellem Einsatz starten und dadurch beweglich bleiben. Dadurch auch in der Lage zu sein, mehrere Geschäftsideen nacheinander durchzuprobieren. Auch das ist eine Erfahrung, die ich erst selber machen musste: Wir Menschen sind einfach richtig schlecht darin, einzuschätzen, was uns (dauerhaft) zufrieden macht. Daher müssen wir es wohl oder übel darauf ankommen lassen und es ausprobieren. Anders geht es leider nicht. Wer allerdings bereits mit 20.000 Euro in den Miesen steckt, der wird nicht die Muße haben, nochmal eine neue Geschäftsidee auszuprobieren. Für mich steht Guerilla auch für eine Haltung: Agil, weltoffen und improvisierend. Konventionen hinterfragen und nicht so viel auf Status und Statussymbole geben.

Wenn jetzt tausend Leute dieses Buch kaufen und einige von ihnen anfangen, diese Geschäftsideen umzusetzen, machen wir uns dann nicht gegenseitig Konkurrenz?

Das ist eine gute Frage. Theoretisch könnte es bald mehrere Guerilla Gärtner geben. Ich glaube aber nicht, dass dies sonderlich schädlich wäre. Selbst in nur einer Stadt ist bestimmt Platz für mindestens zwei Guerilla Gärtner und es gibt ja genügend Städte in Deutschland und Europa… So gibt es ja auch mehrere Anbieter für Miet-Vespa-Roller (einer der Geschäftsideen, die ich aus dem Buch wieder rausgenommen habe, weil mir die Wirklichkeit zuvorgekommen ist). Zudem sind bei vielen Geschäftsideen spezielle Skills wie zum Beispiel Landschaftsgärtnerei oder ein erprobtes, außerordentliches Verhandlungsgeschick erforderlich. Das passt einfach nicht zu jedem. Und dann ist da noch der Weg, den wir gehen müssen, um aus einer Idee einen Plan zu machen. Zwischen der Begeisterung für eine Geschäftsidee und deren Umsetzung liegen viele kleine Schritte, die nicht jeder bereit sein wird zu gehen. Jeder von den Gründern, die den Mut haben, eine der Ideen umzusetzen, wird es natürlich etwas anders ausgestalten. Da spielen dann wieder Persönlichkeit, Geschmack, Vorerfahrung und Kontext eine Rolle. Erster oder Einziger zu sein ist übrigens historisch gesehen nicht unbedingt ein Vorteil.

Warum hast Du diese Geschäftsideen nicht einfach selber umgesetzt, wenn sie so gut sind?

Haha, ja, diese Frage höre ich immer wieder. Tatsächlich gibt es Guerilla Geschäftsideen, die es nicht ins Buch geschafft haben, weil ich sie irgendwann selber umsetzen möchte. Warum aber sollte ich Ideen horten, die nicht zu mir, meinen Skills oder meinem Kontext passen? Ich habe beispielsweise kaum Gastro-Erfahrung, würde mir also nicht zutrauen, eines der gastronomischen Konzepte in dem Buch professionell umsetzen zu können. Ein Gastronom aber, der sich gerne mit einem Restaurant selbständig machen möchte und noch nach einer originellen, zündenden Idee sucht, findet in dem Buch vielleicht eine Antwort. Die Veröffentlichung hat aber auch egoistische Gründe: Die vorgestellten Produkte und Dienstleistungen würde ich selber gerne nutzen können!

Ich interessiere mich für eine Existenzgründung. Woher weiß ich, ob die vorgestellten Geschäftsideen praktikabel und vor allem lukrativ sind?

Ehrlich gesagt, habe ich mich beim Punkt „Investition“ (einer der Bulletpoints bei jedem Steckbrief im Buch) bewusst zurückgehalten. Alle, die schon mal einen Business Plan geschrieben haben, kennen die typischen Fallstricke, die eine Kalkulation und Finanzplanung mit sich bringen. Nach dem Motto: It’s an educated guess but it is still a guess! Auf jeden Fall erfordert eine Kalkulation eine gründliche Analyse des Umsatzpotentials, eine Menge Recherche beim Pricing, eine Wettbewerbsanaylse etc. Diese Schritte bin ich nicht gegangen. Wer sich für eine der Geschäftsideen begeistert und daraus einen Startup oder eine Selbstständigkeit machen möchte, wird sich natürlich tiefer mit diesen Themen beschäftigen wollen. Ich persönlich sehe Existenzgründung und Unternehmensgründung aber eher amerikanisch. Der beste Businessplan ist Makulatur, wenn die Wirklichkeit nicht so will wie der Plan. Um mit Mike Tyson zu sprechen: „Everyone has a plan till they get punched in the mouth.“ Meines Erachtens ist der beste Indikator für Umsatzpotential der zahlende, nicht mit mir befreundete Kunde. Daher sollte man so früh wie möglich Testballons steigen lassen und zahlende Kunden finden. Ein wichtiger Punkt: Zahlende Kunden, nicht lobende Freunde. In der Rubrik „Nächste Schritte“ auf dem Steckbrief findest Du daher meistens Ideen dazu, wie und wo Du deine Testballons fliegen lassen kannst…

Die allermeisten Ideen sind Guerilla, d.h. es ist nicht viel Startkapital nötig, und oft können wir am Anfang der Existenzgründung auch durch Tauschgeschäfte (Beispiel: Tausche meine Dienstleistung XY gegen Webdesign) viel Geld sparen.

Ist es nicht besser, selber auf eine gute Geschäftsidee zu kommen, als sie sich aus einem Buch zu holen?

Diese innere Stimme kenne ich sehr gut. Für einen Kreativen ist Kreativität immer auch Identität. Wir sind stolz auf unsere (guten) Ideen, nicht umsonst gibt es so viele Streitereien beim Urheberrecht. Aber auch hier befinden wir uns in einer gesellschaftlichen Entwicklung. Creative Commons, die Share Economy – das sind Mega-Trends, die genau in die entgegengesetzte Richtung gehen. Vielleicht kennt jemand das Zitat vom vielzitierten Albert Einstein: „The secret to creativity is knowing how to hide your sources.“ Die Vorstellung, dass unsere Ideen in einem luftleeren Raum entstehen, ist – milde gesagt – überholt. Wir sind immer inspiriert und beeinflusst von unserer Umgebung. Die Frage ist eigentlich nur, wie bewusst wir uns dessen sind. Austin Kleon hat ein wunderbares Buch mit dem Originaltitel „Steal Like An Artist“ dazu geschrieben.

Wer weiß, vielleicht liest jemand eine der Geschäftsideen in diesem Buch und kommt über eine Assoziationskette auf eine neue Idee… Wie auch immer der Prozess abläuft, wir leben in einer komplett vernetzten Welt und Inspiration ist am Ende ein mysteriöser Prozess, bei dem es auf jeden Fall hilft, weltoffen und wohlwollend zu sein. Daher habe ich persönlich auch keine Angst vor Ideenklau. Wer kreativ ist, kann immer wieder neue Ideen produzieren. Kreativität ist eine unerschöpfliche Ressource.

Muss man nicht Geschäftsfrau sein oder BWL studiert haben, um als Entrepreneur erfolgreich sein zu können?

Ein Geschäftssinn kann sicher nicht schaden und auch ein BWL-Studium mag hilfreich sein. Allerdings sind Festanstellung und Rente historisch gesehen noch sehr jung. Auf nur etwas längere historische Sicht gesehen, sind Unternehmertum, Selbständigkeit und Startups der absolute Normalzustand. Manchmal können wir diese gesellschaftliche Situation auf Fernreisen noch sehen, ich denke da speziell an asiatische Länder. Ich wage also zu behaupten, dass wir evolutionär darauf eingestellt sind, unser eigenes Ding zu machen. Schule und Medien arbeiten allerdings mit Vehemenz daran, uns vom Gegenteil zu überzeugen. Diese Argumentationen sind in der Regel von Angst vor „Unsicherheit“ getrieben. Welche Mentalität haben die allermeisten verbeamteten Lehrer, die uns und unseren Kindern die Welt erklären? Wie wagemutig und unternehmerisch sind diese Meinungsmacher wohl? Die Antworten überlasse ich jedem selbst. Ich denke, dass jeder, der einen Freiheitsdrang verspürt und sich ohne Druck von außen motivieren kann, grundsätzlich das Zeug zum Entrepreneur hat. Natürlich gehören auch Skills dazu, aber Skills kann man in der Regel erwerben. Das Motto ist auf jeden Fall: Talk less, do more! Ich empfehle die Bücher von Günter Faltin in diesem Zusammenhang.

Ideen gibt es doch wie Sand am Meer. Was bringt mir eine deiner Geschäftsideen?

Eine beliebte These, die allerdings keiner Realitätsprüfung stand hält. Ich habe mich dazu ausführlich in meinem Vorwort geäußert. Was aber sicherlich zutrifft: Eiine Idee ist immer nur ein Anfang. Die in diesem Buch versammelten Geschäftsideen sind über Jahre entstanden und gereift. Für jede der veröffentlichten Ideen gibt es zehn, die es nicht ins Buch geschafft haben. Der Weg zu guten Ideen ist gepflastert mit miserablen Ideen. Aber Quantität verbunden mit selbstkritischer Analyse führt unweigerlich zu Qualität. Die Umsetzung einer Geschäftsidee erfordert einen Plan. Auch ein Plan ist am Ende eine Kette von Ideen, die wir in Handlung ummünzen müssen. Jedes Unternehmen oder neues Produkt beginnt also mit einer belastbaren Idee!

Was ist, wenn die Geschäftsidee bereits umgesetzt worden ist, zum Beispiel in einer anderen Stadt?

Das ist sehr gut möglich. Tatsächlich habe ich einige Geschäftsideen kurz vor der Publikation aus der Sammlung entfernt, weil ich aus der Presse erfahren habe, dass jemand dieses Unternehmen bereits gegründet oder dieses Produkt bereits auf den Markt gebracht hat. Wie weiter oben beschrieben halte ich persönlich das nicht unbedingt für problematisch, ich wollte dem Leser aber nur ganz „frische“ Ideen liefern. Trotzdem gilt: Die Welt ist groß genug!

Die meisten Startups schaffen es doch sowieso nicht, langfristig am Markt zu überleben. Lohnt sich eine Existenzgründung überhaupt? Sollte ich mir nicht lieber eine Festanstellung suchen?

Ein Startup oder eine Selbständigkeit ist sicher nicht für jeden. Wer vorwiegend an Sicherheit interessiert ist, für den mag eine feste Stelle das Richtige sein. Denn es stimmt, dass viele Startups noch nicht mal die ersten drei Jahre überstehen. Andererseits ist die „Upside“ enorm. Ein erfolgreiches Startup kann dich schneller reich machen, als jede Festanstellung es in 50 Jahren schaffen wird. Für manche liegt das Augenmerk aber nicht auf dem Geld allein. Sein eigenes Ding zu machen, sein eigener Chef zu sein – das sind Beweggründe, die sich nicht unbedingt in Euro aufwiegen lassen. Wenn Du dir also deine eigenen Werte anschaust, siehst Du ziemlich schnell, ob eine Existenzgründung das richtige für dich ist. Wer bei Entscheidungen in aller Regel das Risiko meidet oder generell lebensängstlich ist, der sollte wahrscheinlich kein Gründer werden. Ich meine damit aber nicht, dass ein Entrepreneur risikofreudig sein muss. Das ist ein Klischee. In der Tat schauen die meisten erfolgreichen Unternehmer, wie sie ihre Risiken minimieren können. Sie sehen aber auch, dass das Potential einer großartigen Geschäftsidee soviel größer ist als jede Festanstellung. Der Spatz in der Hand bleibt immer nur ein Sperling, egal wie schön wir ihn uns reden.

Woran erkenne ich, ob eine der Geschäftsideen in dem Buch wirklich zu mir passt?

Am Ende kannst Du das natürlich nur selber wissen. Ehrlichkeit sich selber gegenüber ist wichtig, auch um im Geschäftsleben glaubhaft zu sein. Ein guter Indikator ist meiner Meinung nach, zu prüfen, ob man in die Richtung, in die die Geschäftsidee geht, schon mal aktiv war. Ein Beispiel: Wenn ich mich von Berlim, Berlim angesprochen fühle, aber noch nie im Verkauf oder in der Gastronomie gearbeitet habe, sollte ich mich fragen, warum das so ist und ob genau dieses Geschäftsmodell das richtige für mich ist. Auch meine Hinweise auf die Gründerpersönlichkeit und die Skills, die in jedem Steckbrief enthalten sind, kann man Ernst nehmen. Wer nicht kontaktfreudig ist, der kann natürlich trotzdem Entrepreneur werden, aber vielleicht nicht gerade in der Gastronomie. Oder sie sollte jemanden als Geschäftsführer einstellen und sich selber im Hintergrund halten. Schon Sokrates hat gesagt: „Erkenne dich selbst!“ Es gibt so viele verschiedene Sorten Eis, nicht jeder muss Vanille und Schokolade mögen.

Ich habe bereits ein Unternehmen. Kann mir das Buch trotzdem etwas bringen?

Ich denke schon. Manche der Geschäftsideen eignen sich perfekt als Add-On. Gegen den Strom wäre zum Beispiel ideal für eine Werbeagentur, die noch nach einem coolen Alleinstellungsmerkmal sucht. Fuck you very much! für einen mutigen Konditor oder Chocolatier und Finanzberatung für Kreative natürlich für einen Finanzberater. Es gibt noch weitere Ideen im Buch, die sich perfekt dazu eignen, das eigene Business auszuweiten oder neu zu denken.

Welche Funktion haben die Tags oben auf den Seiten?

Die Tags sind Schlagwörter, die das Suchen von speziellen Geschäftsideen erleichtern sollen. Wenn mich zum Beispiel besonders Projekte interessieren, die mit „Familie“ zu tun haben, dann kann ich das im Suchfeld eingeben und gelange so schneller zu den relevanten Geschäftsideen.

Gibt es Bücher, die Du Leuten empfehlen kannst, die sich für eine Geschäftsidee entschieden haben und sich als Entrepreneur versuchen möchten?

Als erstes fällt mir da die „4-Stunden-Woche“ von Tim Ferris ein, und ein gutes Begleitbuch voller faszinierender Case Studies dazu ist „The 100 Dollar Start-Up“ von Chris Guillebeau. „Kopf schlägt Kapital“ und „Wir sind das Kapital“ von Günter Faltin finde ich auch sehr nützlich. Es ist zwar weniger pragmatisch, motiviert aber dazu, Konventionen für das zu sehen, was sie sind: Gewohnheiten. Und Gewohnheiten und gewohnte Sichtweisen zu hinterfragen, kann sehr gewinnbringend sein. Ich meine das nicht nur bezogen auf eine große Geschäftsidee, sondern auf eigentlich alle Dinge, die das Unternehmertum mit sich bringt.

Ich interessiere mich für eine Existenzgründung, bin aber momentan noch in einer Festanstellung. Ist dieses Buch für mich?

Manche der Geschäftsideen sind sicherlich Full-Time, andere können aber auch „nebenbei“ gestartet werden. Side Business nennt man das auch neudeutsch. Manchmal ist es wahrscheinlich sogar besser, erst einmal einen Testballon zu starten, bevor man sich 100%ig an ein Konzept bindet. Gründen kann man also auch in Teilzeit.

Kann ich die Guerilla Geschäftsideen einfach aus dem Buch übernehmen?

Ja, die in dem Buch vorgestellten Geschäftsideen sind frei. Wer Lust hat und motiviert ist, kann sie umsetzen. Viel Erfolg damit!

Hier noch die Liste der Namen der 33 Guerilla Geschäftsideen:

AlltagsZen App
Berlim, Berlim
Beschwerdemanagement
Creativity Gym
Dirty Hairy
Finanzberatung für Kreative
Fotoshop
Fuck you very much!
Fünf Freunde
Gegen den Strom
Happy Parents App
Höhle der Pandas
IKE Alphas
Kabeltrommler
Kaffee & Klassiker
Kistenweise
Little Richard
Lonely Kiosk
Meilenmeister
MultiKüchli
Nach Hausherrenart
One World Kitchen
Profi Profiler
Rent a Negotiator
Rolle des Lebens
School of Selling
Serien Shirt
Smell me if you can
Sound of the City
Sprachbutler
Taste of Heimat
The Guerilla Gardening Guy
Underground Guide

 

 

Texten mit NLP: Metaphern einfangen!

Texten mit NLP: Metaphern jagen wie Indiana Jones

Die gute Nachricht ist: Texten mit NLP ist möglich und nicht so kompliziert, wie es sich vielleicht anhört. Nehmen wir zum Beispiel die Metapher. Sie ist das wahrscheinlich älteste rhetorische Mittel und ein Spielplatz für das Unbewusste – hm, offensichtlich kann man eine Metapher mit einer Metapher erklären. Eine großartige Metapher ist ein Abenteuerspielplatz für das Unbewusste. Sie vermittelt ihre Botschaft oder Botschaften indirekt und menschenfreundlich. Leser haben viel Interpretationsspielraum und fühlen sich respektiert, weil sie sich ihre eigenen Gedanken machen können. Eine Metapher ist nur ein Angebot an das Gehirn unserer Leser, locker, verlockend. Metaphern können komplexe Dinge transportieren, ohne den Empfänger zu überfordern, zu belehren oder zu langweilen.

Aber: Wie entwickele ich eine Metapher? Manchmal kommen einem die Bilder wie von selbst, manchmal müssen wir nachhelfen. Hier ist eine Technik, die ich als Werbetexter gerne benutze. VAKOG ist übrigens ein Akronym aus dem NLP. Es steht für die fünf Sinneskanäle, über die wir als Menschen Informationen empfangen. Mehr dazu hier.

Metaphern einfangen mit VAKOG

Nehmen wir an, Du möchtest den Wert „Nachhaltigkeit“ auf deiner Website in den Vordergrund rücken. Dafür möchtest Du gerne eine Metapher finden. Hier ist eine Technik, die dir beim Texten mit NLP vielleicht auf die Sprünge hilft. Welches Adjektiv fällt dir spontan zu „Nachhaltigkeit“ ein? Zur Anschauung wähle ich das Adjektiv „bodenständig“. Dieses Adjektiv klopfe ich nun nach VAKOG ab. Was sehe ich, wenn ich an „bodenständig“ denke: „Ich sehe einen Bauern mit schweren Stiefeln auf einem umgepflügten Feld.“ Was höre ich bei dem Wort „bodenständig“: „Ich höre schwere, gleichmäßige Schritte auf Waldboden.“ Was fühle ich bei dem Wort „bodenständig“: „Feuchter Lehm zwischen meinen Händen.“ Was rieche ich: „Saftiges Moos, ein frisch geerntetes Roggenfeld.“ Und was schmecke ich: „Roter Landwein, wie ich ihn mal in Avignon getrunken habe.“ Dieses Spiel kann ich mit weiteren Adjektiven treiben. Vielleicht findest Du deine Metapher so ganz nebenbei…

Mehr dazu, wie Texten mit NLP funktioniert, findest Du in dem eBook:

 

Startup! 33 Guerilla Geschäftsideen: Die Höhle der Pandas

Kostprobe aus dem Buch „Startup! 33 Guerilla Geschäftsideen“

Guerilla Geschäftsideen sind Geschäftsideen, die in der Regel wenig Startkapital erfordern. Gründer und Entrepreneure können so unkomplizierter (weniger Bürokratie, weniger Bank) einen Startup aus der Wiege heben. Hier ist eine der 33 Guerilla Geschäftsideen aus meinem neuen Buch, die dich inspirieren sollen, selber ein Unternehmen zu gründen…

Die Höhle der Pandas

Tags: YouTube-Kanal, YouTube-Channel, Social Media, Videoproduktion, TV-Show, Gründerszene, Pitching, Entrepreneurship, Höhle der Löwen
Branche: YouTube, Media, Startup
Investitionskapital: ein paar tausend Euro für Equipment, falls noch nicht vorhanden
Gründerpersönlichkeit: Mensch, dem Entrepreneurship wirklich am Herzen liegt
Skills: Video-Produktion, Kamera, Schnitt, YouTube-Marketing, Entrepreneuership

Mini-Exposé: 

Du kreierst einen YouTube-Kanal, auf dem Unternehmensgründer oder Geschäftsideen Guerilleros „netten“ Investoren ihre Geschäftsmodelle vorstellen

Dieses Geschäftskonzept würde ein US-Amerikaner wahrscheinlich als „Höhle der Löwen meets Crowdfunding“ bezeichnen. You get the idea! Wer Shark Tank, Dragons‘ Den oder die Hölle (!) der Löwen kennt, ist vielleicht mit mir einig, dass man manchmal denkt: „Manche dieser Geschäftsideen sind richtig gut, da würde ich reininvestieren!“ Die Großinvestoren finden an manchen Geschäftsideen aber keinen Gefallen und sind dann gerne sehr herablassend in ihrer Art. Natürlich hat das auch damit zu tun, dass die Fernsehmacher „Schärfe“ ins Spiel bringen wollen, um vermeintlich den Unterhaltungswert zu steigern. Daher ja auch die etwas peinlichen Anspielungen auf Raubtiere im Titel der jeweiligen Formate. Auch das muss nicht so sein! Wirtschaft ist ja nicht zwangsläufig ein Haifischbecken, Kooperation erwiesenermaßen erfolgversprechender als Aggression. Richard Branson lässt grüßen! Auf deinem YouTube-Kanal haben also Gründungswillige mit einer Geschäftsidee die Chance, ihr Konzept einer kooperativen, freundlichen Jury (den sanftmütigen Pandas) vorzustellen. Diese hätten in einem Szenario die Aufgabe, die Geschäftsidee abzuklopfen. Das Publikum könnte dann ähnlich einer Crowdfunding-Plattform Anteile an dem Jungunternehmen erwerben. Im zweiten Szenario wären die Juroren auch mögliche Investoren – dann wäre das Konzept noch näher an den bekannten Fernsehformaten.

Risiken und Nebenwirkungen:

Diese Geschäftsidee steht und fällt mit den beteiligten Personen bzw. Pandas. Hier wäre also sehr darauf zu achten, „gute Typen“ an Bord zu holen. Der Produktionsaufwand selber kann skaliert werden, ja nachdem wie anspruchsvoll man mit Blick auf die „Professionalität“ ist. Vom gut ausgeleuchteten Studio bis zur Handykamera im Park ist prinzipiell alles denkbar.

Erste Schritte:

  • Fernsehvorbilder (Shark Tank etc. ) studieren
  • Studio „bauen“, Show improvisieren
  • Jurymitglieder casten

32 weitere Guerilla Geschäftsideen findest Du in dem Buch „Startup! 33 Guerilla Geschäftsideen“ von Christian Schmid, das am 09.09.2017 auf Amazon erscheint. Wer Unterstützung beim (Guerilla) Marketing braucht, kann sich auf der folgenden Seite einen ersten Eindruck von meiner Marketingberatung machen.

Startup! 33 Guerilla Geschäftsideen

Startup! 33 Geschäftsideen, Guerilla-Style: Coming soon to amazon near you

Bald ist es soweit: Mein neues Buch „Startup! 33 Guerilla Geschäftsideen“ ist in der heißen Kreativphase. Manchmal, wenn ich von diesem Buchkonzept spreche, sagen Leute: „Warum willst du denn gute Geschäftsideen veröffentlichen? Warum machst du das nicht selber?“

Geschäftsideen finden

Sehr berechtigt, diese Frage. Tatsächlich gibt es Guerilla Geschäftsideen, die es nicht ins Buch geschafft haben, weil ich sie mittelfristig selber umsetzen möchte. Warum aber sollte ich Ideen horten, die nicht zu mir, meinen Skills oder meinem Kontext passen? Ich habe beispielsweise kaum Gastro-Erfahrung, würde mir also nicht anmaßen, eines der gastronomischen Konzepte in dem Buch professionell umsetzen zu können. Ein Gastronom aber, der sich gerne mit einem Restaurant selbständig machen möchte und noch nach einer originellen, zündenden Idee sucht, findet in dem Buch vielleicht eine Antwort.

Horten ist also keine kluge Alternative. Nein, viel besser, wenn jemand mit einer der 33 Geschäftsideen „steil geht“! Die Geschäftsmodelle können aber auch als Denkanreger funktionieren, wo eine Idee sich mit einer anderen verbindet oder zu einer ganz neuen Idee führt – wie bei einer Assoziationskette.

Geschäftsideen erfordern einen langen Atem

Eine andere Frage ist: „Wenn jetzt zig Leute dein Buch mit Geschäftsideen kaufen, machen wir uns dann nicht alle gegenseitig Konkurrenz?“

Klar, theoretisch könnte es zum Beispiel bald mehrere Guerilla Gärtner geben. Ich glaube, aber nicht, dass dies schädlich wäre. Es gibt ja auch mehrere Anbieter für Miet-Vespa-Roller (übrigens eine der Geschäftsideen, die es nicht in Buch geschafft haben, weil mir die Wirklichkeit zuvorgekommen ist). Bei anderen Geschäftsideen sind spezielle Skills wie ein erprobtes Verhandlungsgeschick erforderlich. Das passt nicht zu jedem. Und dann ist da noch der Weg, den wir gehen müssen, um aus einer Idee einen Plan zu machen. Zwischen der Begeisterung für eine Geschäftsidee und der Umsetzung liegen viele kleine Schritte, die nur jemand machen wird, der es gelernt hat, mit Frustration umzugehen.

Mehr dazu bald hier und auf meinen Social Media Kanälen!

PS: Übrigens braucht man keinen Kindle eReader oder ein anderes Endgerät, um Ebooks zu lesen. Der schnelle und einfache Download einer Software genügt, um Ebooks auf dem eigenen Rechner (Mac und PC) lesen zu können. Wie das genau geht, steht hier: Ebook auf dem Rechner lesen!

„Guerilla SEO“ auf zwei Seiten zusammengefasst

SEO-Texte sind eine eigene Spezies

Kann man zum Thema SEO (Search Engine Optimization / Webseitenoptimierung) überhaupt noch etwas Neues schreiben? Es mangelt nicht an Informationen und Hypothesen – weder im Netz noch in den Buchhandlungen. Da Komplexität aber in der Regel die schlechteste Voraussetzung für Handeln ist, bleibt die Frage: Was kann ich als Inhaber einer Homepage denn sofort anpacken, um meine Platzierung bei Google zu verbessern? Als Texter sage ich: Texte schreiben! Möglichst viele, möglichst oft und möglichst nah an deinen Keywörtern.

Guerilla SEO in der Kurzversion

Letzte Woche ist in der Zeitschrift JETZT ERFOLGREICH ein Artikel über unser Buch „Guerilla SEO“ erschienen, der ganz gut als Einstieg in das Thema funktioniert. Hier findest Du den Beitrag: Guerilla SEO in der Presse

Christian Schmid I Texter in Köln und weltweit I 0221 – 97 61 25 03